Brandaktuell  

   

Am 9. März findet die Blutspende erstmals in den Schulungsräumen der Freiwilligen Feuerwehr im Oher Weg statt.
Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Glinde freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Seit mehr als 30 Jahren finden im Marcellin-Verbe-Haus fünf Mal jährlich DRK-Blutspendetermine statt. Mit dem Beginn dieses Jahres intensiviert das DRK seine Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, in Übereinstimmung mit der Stadt findet am 9. März der erste DRK-Blutspendetermin des Jahres ab 15.30 Uhr in den Schulungsräumen der Freiwilligen Feuerwehr am Oher Weg 8 statt. 

Claus-Peter Harder, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Glinde, freut sich darüber, dass die Entscheidung für die neuen Räumlichkeiten der DRK-Blutspende sehr schnell gefallen ist, denn auch die Verantwortlichen des DRK-Blutspendedienstes und der Freiwilligen Feuerwehr Glinde unterstützen den Terminortwechsel und konnten diesem schnell zustimmen. „Die Räume bei der Freiwilligen Feuerwehr sind ideal. Die ärztliche Untersuchung kann in einem geschlossenen Raum stattfinden, es gibt eine große Küche und auch die Sitzmöglichkeiten im Imbissbereich für die Verpflegung nach der Blutspende sind sehr gut“, so Harder. Vorteile bringt es außerdem mit sich, dass die Räume ebenerdig sind und auch eine begrenzte Anzahl an freien Parkplätzen steht für die Blutspender zur Verfügung. 

Auch Michael Weidemann, Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, hebt die positiven Aspekte der nun getroffenen Entscheidung deutlich hervor: “Die Feuerwehr Glinde unterstützt selbstverständlich die Möglichkeiten zur Blutspende und stellt dafür ihre Räumlichkeiten gerne zur Verfügung. Diese Kooperation dokumentiert auch die enge Zusammenarbeit zwischen DRK und Feuerwehr als Rettungsorganisationen”, so Weidemann. 

Alle DRK-Blutspendetermine in Glinde in diesem Jahr (9. März, 1. Juni, 3. August, 12. Oktober und 21. Dezember) werden in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr stattfinden. Die Weichen für eine darüber hinausgehende, langfristige Zusammenarbeit sind gestellt! 

Ortswechsel für die DRK-Blutspende in Glinde
Erster Blutspendetermin in den neuen Räumlichkeiten
9. März 2016, 15.30-19.30 Uhr
Freiwillige Feuerwehr Glinde
Oher Weg 8, 21509 Glinde  

 

Mitglieder des DRK-Ortsvereins Glinde (Imbiss-Team) mit ihrem Vorsitzenden Claus- Peter Harder (Mitte links) und Tom Reher, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Glinde (Mitte rechts), sowie Till Quint vom DRK-Blutspendedienst (ganz links) 

vlnr Claus-Peter Harder (Vorsitzender DRK-Ortsverein Glinde), Tom Reher (Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Glinde), sowie das Imbiss-Team des DRK-Ortsvereins Glinde und Till Quint vom DRK-Blutspendedienst 

Glinde (ffpr). Richtungsweisend war insbesondere der Tagesordnungspunkt 5 der Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, die Ende Januar 2016 im Sitzungssaal des Feuerwehr-Gerätehauses am Oher abgehalten wurde. Denn: Hier waren die Mitglieder aufgefordert, einen Gemeindewehrführer zu wählen. Als einziger lag dem Wahlvorstand der schriftliche Vorschlag zur Wiederwahl von Michael Weidemann vor, dem bisherigen Gemeindewehrführer. Und so war es keine Überraschung, dass dieser schließlich mit über 98 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt wurde.

Der 46-jährige Erste Hauptbrandmeister ist bereits seit zwölf Jahren „Chef“ der Glinder Feuerwehr. Davor war er auch schon Stellvertreter. Jetzt geht er nahtlos in die dritte - nochmals sechsjährige - Amtsperiode über. Das Wahlergebnis spiegelt die Beliebtheit unter den Feuerwehrleuten wieder. Michael Weidemann führt seine Wehr mit klugem Kopf und menschlichem Geschick. Daher kommt es nicht von Ungefähr, dass die Akzeptanz der Feuerwehr in der Stadt und unter der Bevölkerung als vorbildlich bezeichnet wird, wie Bürgermeister Rainhard Zug in seinem Grußwort zur Versammlung erwähnte.

Darüber hinaus gebührt dem Gemeindewehrführer Dank, da er persönlich es geschafft hat, den guten Kontakt zwischen der Feuerwehr auf der einen Seite und der Verwaltung sowie der Politik andererseits zu pflegen. Nicht selten war Kompromissbereitschaft gefordert, wenn es darum ging, Verständnis und finanzielle Unterstützung für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses oder bei der Beschaffung von Einsatzfahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen zu erwirken. Feuerwehr-Bedarfspläne und die stetige Anpassung des Fahrzeugkonzepts bieten eine langfristige Möglichkeit unter anderem zur Finanzplanung.

Die Glinder Feuerwehr mit ihren elf Einsatzfahrzeugen und diversen Anhängern sowie den 134 Mitgliedern in der Jugend-, Einsatz-, Reserve- und Ehrenabteilung ist eine moderne städtische Feuerwehr. Sie ist in puncto Ausbildung und Technik auf einem aktuellen Stand. Die Führungsverantwortung einer solchen Wehr gleicht schon fast der Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Und trotz enormer Belastung des freiwilligen Ehrenamts war die Glinder Wehr im vergangenen Jahr jederzeit einsatzbereit. Jetzt kann sie mit ihrem Gemeindewehrführer weitere innovative Projekte in Angriff nehmen.

Michael Weidemann – im Hauptjob Betriebsassistent bei MAN in Hamburg – macht dabei häufig einen Spagat zwischen Beruf, Hobby und Familie. Er ist Einsatzleiter und Führungskraft, hier wie dort mit hoher Verantwortung und einer Familie, die Verständnis hat und ihm „den Rücken freihält“. Gleichwohl entstammt er einer Feuerwehr-Familie über viele Generationen. Doch selbst die Zwillingstöchter des Familienvaters treten in seine Fußstapfen und sind bei der Jugendfeuerwehr aktiv dabei.

„Dies alles kann man nur bewerkstelligen, wenn man eine funktionierende Mannschaft, einen harmonischen Vorstand und einen fähigen Stellvertreter an seiner Seite hat“, resümiert Weidemann und blickt voller Erwartungen in die Zukunft seiner Wehr. Und in weitere sechs Jahre in der Funktion des Gemeindewehrführers.

 

Glückwünsche von beiden Seiten mit Symbolwert für den wieder gewählten Glinder Gemeindewehrführer: Michael Weidemann mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Christian Rieken (li.) und Bürgermeister Rainhard Zug nach der Jahreshauptversammlung im Feuerwehr-Gerätehaus. Foto: ffpr

Glinde/Großhansdorf (ffpr). Mit der zweihöchsten Feuerwehr-Auszeichnung in Schleswig-Holstein wurde kürzlich der Glinder Hans-Joachim Pell geehrt. Der heutige Hauptbrandmeister trat schon Anfang 1978 als Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Glinde bei und hat in der Einsatzabteilung bislang eine Reihe von Führungsaufgaben übernommen. So war er über mehrere Amtsperioden stellvertretender Jugendfeuerwehrwart und engagiert sich in der Brandschutzaufklärung. In seinem Hauptberuf leitet der 50-Jährige die Werkfeuerwehr Federal Mogul Bremsbelag GmbH in Glinde. Die Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber nahmen der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Michael Raddatz, und Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann während der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Stormarn in Großhansdorf gemeinsam vor. Zu den ersten Gratulanten zählten neben Glindes Gemeindewehrführer Michael Weidemann und Pells Stellvertreter Nils Hilger aus Schwarzenbek auch Landrat Klaus Plöger und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth.

 

Glückwünsche für Hans-Joachim Pell (re.) für dessen Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber von Kreispräsident Hans-Werner Hartmuth und Kreisbrandmeister Gerd Riemann (v.l.). Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Einer Einladung der befreundeten französischen Feuerwehr Carquefou folgte am Wochenende der Glinder Feuerwehrmann Tom Reher, der in seiner Heimatwehr für internationale Beziehungen verantwortlich ist. Hintergrund für die Einladung waren die traditionellen Feierlichkeiten zu Ehren der französischen Schutzheiligen der Feuerwehrleute, Sainte Barbe (Heilige Barbara). Eigentlich ist der 4. Dezember der Märtyrerin gewidmet, doch in diesem Jahr verlegten die Feuerwehrleute der französischen Stadt im Departement Loire-Atlantique ihre religiösen Zeremonien, das Bankett und den abendlichen Ball auf den 12. Dezember.

 

Zusammen mit einer Abordnung legte Reher zunächst in den Nachmittagsstunden auf dem Friedhof einen Kranz am Grab eines 1983 im Einsatz tödlich verunglückten Feuerwehrkameraden nieder. Hier mahnte er zusammen mit der Witwe, dass die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen auch den Schutz der eigenen Gesundheit nicht aus den Augen verlieren mögen. Am Abend folgten dann in der Fahrzeughalle des Feuerwehr- und Rettungszentrums Ansprachen und Ehrungen vor Vertretern aus Politik und Verwaltung, Feuerwehrverbänden und der Polizei sowie den Familienangehörigen und Gästen der angetretenen Feuerwehrleute.

 

Tom Reher nutzte sein Grußwort dabei auch, um nach den grausamen Anschlägen in Paris ein Zeichen der Solidarität unter den Feuerwehren zu setzen. „Es ist weder eine Frage von politischen Gesinnungen noch der Hautfarbe, der Religion oder des Kulturkreises. Feuerwehrleute auf der ganzen Welt handeln nach einem gemeinsamen Motif“, so Reher, „Sie bieten Schutz und retten das Leben notleidender Menschen.“ Er sicherte den Freunden in Carquefou und ganz Frankreich zu: „Wir stehen euch zur Seite!“

 

Nach einem Austausch von Gastgeschenken mit dem Wehrführer der Feuerwehr von Carquefou, Yvonnik Tacet, und dem Ehrentrunk folgte das Abendbuffet und ein anschließender Ball, bei dem Erfahrungen ausgetauscht und Freundschaften vertieft wurden.

 

Die Beziehung zwischen den Feuerwehren von Glinde und Carquefou begann vor mehr als 30 Jahren, als im Sommer 1984 die Jugendfeuerwehrleute aus Glinde im Rahmen eines Jugendaustausches mit der französischen Partnerstadt Saint Sébastien sur Loire ein Zeltlager am Ufer der Erdre aufschlugen. Als eines Tags Feuerwehrleute aus dem benachbarten Carquefou in einem Schlauchboot vorbei fuhren und die jungen Feuerwehrleute zu einem Besuch der Feuerwache einluden, war die langjährige Freundschaft geboren.

 

Neben Carquefou in Frankreich pflegt die Glinder Feuerwehr auch noch weitere Freundschaften mit Partnerwehren in Europa: mit Otava in Finnland, Kaposvár in Ungarn und Lissabon in Portugal.

Tom Reher (re.) mit dem Wehrführer der französischen Feuerwehr in Carquefou, Yvonnik Tacet, beim Austausch der Gastgeschenke. Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Pünktlich zum ersten Advent setzt die Glinder Feuerwehr in diesem Jahr wieder eine beleuchtete Weihnachtstanne auf einen Schwimmponton auf den Mühlenteich. Nachdem der Baum gestern in Garten der Spender gefällt und auf eine Transportanhänger verladen wurde, wird am heutigen Samstag ab 9 Uhr der Ponton zu Wasser gelassen. Die Feuerwehrmannschaft plant mehrere Stunden, um die Tanne mit den Leuchtbändern zu dekorieren. Unterstützt werden sie dabei wie immer von einigen Kameraden der befreundeten Feuerwehr aus Bacharach am Rhein.

 

Einige Wochen lang haben Wolfgang und Sascha Winterfeld mit ihren Kameraden an dem Ponton „gewerkelt“, damit er wieder einsatzbereit ist. Über zehn Jahre hinweg war die Eigenkonstruktion marode geworden und musste dringend restauriert werden. Neben den unzähligen Arbeitsstunden haben die Feuerwehrleute auch rund 1.000 Euro vom Förderverein der Feuerwehr Glinde e.V. investiert, um mit dem zirka neun Quadratmeter großen Ponton und der beleuchteten Tannenbaum die Glinder Bevölkerung bei ihrem Spaziergang um den Mühlenteich in der Adventszeit in eine weihnachtliche Stimmung zu versetzen.

 

Die Tradition des beleuchteten Weihnachtsbaumes hatte 1995 ihren Ursprung. In manchem Jahr musste sie ausfallen, weil Orkanböen den Ponton samt Tanne zum Kentern zu bringen drohten; oder weil bei frostigen Temperaturen Schlittschuhläufer auf dem zugefrorenen Mühlenteich den Baum mit seinem Lichterschmuck beschädigten. Für die Glinder Feuerwehrleute, die in diesem Jahr bis heute bereits rund 240 Einsätze zu bewältigten hatten, ist der Stundenaufwand für diese Aktion beachtlich. Und dennoch: Neben kulturellen und internationalen Aktivitäten machen sich die ehrenamtlichen Helfer ein ums andere Mal auf, die Bürger der Stadt mit besonderen Aktionen zu erfreuen.

 

 

Vater und Sohn bei den letzten Vorbereitungen am Schwimmponton für die Weihnachtstanne. Wolfgang (re.) und Sascha Winterfeld von der Glinder Feuerwehr haben in den vergangenen Wochen in ihrer Freizeit unzählige Arbeitsstunden investiert, um den Ponton für den Einsatz auf dem Mühlenteich zu reparieren. Foto: ffpr

   
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