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Glinde (ffpr). Mit einer hohen Zuwendung aus dem Zweckertrag des Lotterie-Sparens hat die Hamburger Sparkasse (Haspa) die Feuerwehr Glinde bedacht. Heute (19.11.2015) erhielt Gemeindewehrführer Michael Weidemann aus den Händen von Haspa-Regionalleiter Tobias Foerster einen Scheck über 21.500 Euro. Damit wird die Anschaffung eines Kleinbusses für die Glinder Jugendfeuerwehr gefördert.

 

Weidemann freut sich über die finanzielle Unterstützung des Feuerwehrnachwuchses: „Die Anschaffung eines zusätzlichen Mannschaftsbusses ist eine lohnende Investition in die Zukunft.“ Die Mannschaftsstärke der Glinder Jugendfeuerwehr war erst kürzlich von 30 Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren auf 45 Mitglieder angehoben worden. Denn: Der Nachwuchs der Einsatzabteilung wird fast ausschließlich aus der Jugendfeuerwehr generiert und sichert damit auch in Zukunft die Einsatzbereitschaft der Wehr. „Von den derzeit 96 aktiven Feuerwehrleuten kommen rund 78 Prozent aus der im Jahr 1978 gegründeten Jugendfeuerwehr. Bei uns gibt es nicht die Personalprobleme wie andernorts“, so Weidemann weiter. Aufgrund der vielfältigen Aktivitäten, feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit, gibt es in Glinde sogar eine lange Warteliste für die Jugendfeuerwehr.

 

Auch Bürgermeister Rainhard Zug dankte der Haspa für die großzügige Unterstützung: „Auf diese Weise wird das ehrenamtliche Engagement junger Menschen für die Stadt und ihre Bürger nachhaltig gestärkt. Ich bin sicher, dass wir auch in Zukunft keine Nachwuchssorgen bei der Wehr haben werden.“ Der gute Ruf der Glinder Jugendwehr sei über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, lobte Haspa-Regionalleiter Foerster: „Bei der Frage, ob wir die Arbeit mit so motivierten und engagierten Jugendlichen fördern würden, mussten wir nicht lange überlegen.“

Beim Haspa LotterieSparen wird mit einem Schritt dreimal etwas bewegt. „Die Teilnehmer spielen jeden Monat ein oder mehrere Lose für je fünf Euro. Hiervon werden vier Euro gespart, 75 Cent für die Lotterie eingesetzt und 25 Cent fließen an einen guten Zweck“, erläuterte Christian Reineke, Leiter der Glinder Haspa-Filiale. Weil mehr als 150.000 Haspa-Kunden mitmachen, kommen so rund 2,7 Millionen Euro für gemeinnützige Einrichtungen zusammen. Nach dem Motto „Aus der Region für die Region“ wird dieses Geld auf rund 600 Vereine, Verbände und Stiftungen vor Ort in der Metropolregion Hamburg verteilt.

Scheckübergabe an die Mädchen der Glinder Jugendfeuerwehr mit Bürgermeister Rainhard Zug, Regionalleiter Tobias Foerster und Glindes Filialleiter Christian Reineke von der Haspa, Wehrführer Michael Weidemann, dem stellvertretenden Jugendwart Sebastian Prill, Ehrenwehrführer Peter Kind sowie Jugendwart Dieter Rohde (hinten von links). Mit der Zuwendung von 21.500 Euro soll die Finanzierung eines neuen Mannschaftsbusses erfolgen. Foto: ffpr

Glinde/Großhansdorf (ffpr). Mit der zweihöchsten Feuerwehr-Auszeichnung in Schleswig-Holstein wurde kürzlich der Glinder Hans-Joachim Pell geehrt. Der heutige Hauptbrandmeister trat schon Anfang 1978 als Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Glinde bei und hat in der Einsatzabteilung bislang eine Reihe von Führungsaufgaben übernommen. So war er über mehrere Amtsperioden stellvertretender Jugendfeuerwehrwart und engagiert sich in der Brandschutzaufklärung. In seinem Hauptberuf leitet der 50-Jährige die Werkfeuerwehr Federal Mogul Bremsbelag GmbH in Glinde. Die Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber nahmen der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Michael Raddatz, und Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann während der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Stormarn in Großhansdorf gemeinsam vor. Zu den ersten Gratulanten zählten neben Glindes Gemeindewehrführer Michael Weidemann und Pells Stellvertreter Nils Hilger aus Schwarzenbek auch Landrat Klaus Plöger und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth.

 

Glückwünsche für Hans-Joachim Pell (re.) für dessen Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber von Kreispräsident Hans-Werner Hartmuth und Kreisbrandmeister Gerd Riemann (v.l.). Foto: ffpr

Integrationsprojekt mit Leuchtturmfunktion

Workshop mit World Cafe zeigt konkrete Chancen

Glinde (ffpr). Die Freiwillige Feuerwehr Glinde und die Islamische Gemeinde Glinde sind ihrem Ziel „Mehr WIR in der Wehr“ einen Schritt näher gekommen. Dazu hat ein lebhafter Workshop beigetragen, der am vergangenen Samstagnachmittag (16. September) in den Räumen der Feuerwache am Oher Weg stattfand. Davon konnte sich auch die stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Ilona Dudek, überzeugen, die hierfür extra aus Kiel angereist war.


„Mehr WIR in der Wehr“ ist das Motto eines landesweiten Feuerwehrprojektes, das als Kooperation des Landesfeuerwehrverbandes mit der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein durchgeführt wird. „WIR“ steht dabei für Willkommenskultur, Integration und Ressourcenvielfalt. Dabei sollen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete begleitet werden, Vertrauen in die Feuerwehrstrukturen zu stärken, um so für Unterstützung in den Freiwilligen Feuerwehren zu sorgen. Andererseits müssen die Wehren attraktiver und zugänglicher werden, damit die Motivation von Migranten für eine Mitgliedschaft steigt. Das Projekt wird vom Bundesinnenministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammendurch Teilhabe“ gefördert.

In Glinde stehen die Tore der Feuerwehr schon längst für Flüchtlinge offen. Jetzt aber fanden sich am Samstag fast 40 interessierte Menschen mit türkischem, syrischem und afghanischem Hintergrund in der Feuerwache ein. Arif Tokicin, Vereinsvorsitzender der Islamischen Gemeinde Glinde hatte noch beim Freitagsgebet für das Treffen geworben und zeigte sich begeistert, dass sogar ganze moslemische Familien kamen. Recht gemütlich ging es bei einer Tee oder Kaffee los. Neben der Projektleiterin Christiane Restle von der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, die den Workshop organisiert hatte, begrüßte Tom Reher, Sprecher der Glinder Feuerwehr, die Teilnehmer und startete mit ihnen zunächst einen Besichtigungsrundgang durch das Gebäude. Hierbei konnten sie schon einmal erste Eindrücke gewinnen und viel über die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute erfahren.

Danach ging es dann an die „heiße“ Arbeitsphase des Workshops. Stadtjugendpflegerin Angelika Thomsen moderierte anhand eines World Cafes, sodass gewährleistet war, dass die Teilnehmer in den Kleingruppen zu jeder Fragestellung wechselten. Dabei wurden unter anderem Kriterien für eine zukünftige Zusammenarbeit erarbeitet. Die Ergebnisse aus den einzelnen Gesprächsrunden sowie nächste Schritte wurden gemeinsam formuliert und auf Flipshart-Tafeln festgehalten. So kam zum Beispiel die Frage auf, wie die Mitwirkung von Frauen mit moslemischem Glauben, die ein Kopftuch tragen, bei der Feuerwehr möglich sei. Eine weitere konkrete Vereinbarung lautete: regelmäßige Treffen bis zu viermal im Jahr aufgrund besonderer Anlässe, um die Kommunikation zu intensivieren, Vorurteile abzubauen und einer De-Motivation entgegen zu wirken.

Eines der ersten Ergebnisse zeigte sich bereits noch am Abend beim gemeinsamen Ausklang am Grill. Neben einem afghanischen Jungen, der nun zur Jugendfeuerwehr möchte, bekundeten auch eine jungen Frau und ein erwachsener Mann ihre Begeisterung für die Teilnahme am aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Darüber hinaus wollen die Muslime und die Feuerwehrleute Verbindungspersonen benennen, die dann weitere Verabredungen vorbereiten. Aufgrund dieser greifbaren Aussichten hat das Projekt „Mehr WIR in der Wehr“ in Glinde gute Chancen für eine funktionierende Integration. Beobachter beurteilen es schon heute als wegweisend, da es für ganz Schleswig-Holstein eine „Leuchtturmfunktion“ hat. Darüber ist die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Glinde, Carina Kinski, erfreut. Sie selbst hatte zusammen mit einer Jugendlichen, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingsarbeit ableistet, begeistert an dem Workshop bei der Feuerwehr teilgenommen.

 

Freuten sich über den gelungenen Abschluss eines gemeinsamen Integrations-Workshops bei der Feuerwehr: Mitglieder der Islamischen Gemeinde Glinde, Feuerwehrleute und Organisatoren. Foto: ffpr


Impressionen vom Workshop

Glinde (ffpr). Heinz Preiß, Geschäftsführer des Fahrzeughauses Glinde GmbH in der Möllner Landstraße, wurde eine hohe Ehre des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) zu teil. Dem Senior-Chef wurde das offizielle Förderschild „Partner der Feuerwehr“ verliehen. In einer gemeinschaftlichen Aktion überreichten die beiden Gemeindewehrführer Michael Weidemann aus Glinde und Sven Siemann aus Wangelau (Kreis Herzogtum Lauenburg) das Förderschild in den Räumlichkeiten des Autohauses. Preiß ist als gebürtiger Wangelauer schon seit mehr als 50 Jahren Mitglied – heute Ehrenmitglied – der dortigen Feuerwehr, obwohl er sein Elternhaus verlassen hatte und inzwischen in Aumühle ansässig geworden ist. Dennoch unterstützt der 69-Jährige auch weiterhin als Förderer seine Heimatwehr. „Darüber hinaus hat er mit seinem Unternehmen die Amtsfeuerwehrfeste Lütau 2003 und zuletzt 2013 in erheblichem Maß finanziell und personell gefördert“, berichtet Sven Siemann.

 

„Der ehrenamtliche Einsatz von Feuerwehrleuten wird in der Bevölkerung viel zu wenig gewürdigt“, begründet Heinz Preiß sein soziales Engagement. Dem wolle er als Geschäftsführer entgegen wirken und einen Beitrag der Wirtschaft leisten. Die Auszeichnung erfülle ihn mit Freude und Stolz. Für die Verleihung der DFV-Plakette hatte er Delegationen beider Feuerwehren in das Autohaus eingeladen. Hier zählt er mit der Marke Kia zu den erfolgreichen Unternehmen in der Stadt und der Region. Auf die Frage, ob er auch Feuerwehrleute in seiner Firma beschäftigen würde, antwortet Heinz Preiß spontan: „Selbstverständlich! Denn wer Teamfähigkeit, Wissen und Motivation bei der Feuerwehr zeigt, ist auch für jedes Unternehmen ein wertvoller Gewinn.“ Glindes Gemeindewehrführer Michael Weidemann begrüßt in diesem Zusammenhang, dass das Fahrzeughaus Glinde zusichert, beschäftigte Feuerwehrleute für Einsätzen und Ausbildungen freizustellen. „Das verschafft Sicherheit für die Einsatzbereitschaft unserer Wehr gerade auch tagsüber“, freut sich Weidemann.

 

 

Aus den Händen der beiden Gemeindewehrführer Michael Weidemann (Glinde, links) und Sven Siemann (Wangelau, rechts) erhält Geschäftsführer Heinz Preiß die Auszeichnungsplakette „Partner der Feuerwehr“ vom Deutschen Feuerwehrverband. Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Zu einem schweren Verkehrsunfall musste die Freiwillige Feuerwehr Glinde vor ein paar Wochen auf die Bundesautobahn BAB 24 ausrücken. Dort waren in den späten Nachmittagsstunden gleich fünf PKWs ineinander gekracht. Zum Glück mussten von den Einsatzkräften keine eingeklemmten Personen aus den Fahrzeugen befreit werden. Dennoch gab es drei Verletzte zu beklagen, die vom Rettungsdienst betreut und ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Feuerwehrleute stellten den Brandschutz sicher, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und streuten auslaufende Kraftstoffe mit Bindemittel ab. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei galt es, die verunfallten Wagen beiseite zu ziehen, die Fahrbahn zu räumen und zu reinigen. Bis dahin war die Richtungsfahrbahn Berlin von der Autobahnpolizei voll gesperrt. Es bildeten sich im Feierabendverkehr kilometerlange Staus. Die Glinder Feuerwehr war für rund eine Stunde mit vier Einsatzfahrzeugen und mehr als 20 Feuerwehrleuten im Einsatz.

 

 

Foto: Leimig

   

Jahresbericht FF-Glinde 2017  

   
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