Brandaktuell  

   

Glinder Feuerwehr zählt bereits mehr als 300 Einsätze in diesem Jahr

 

Glinde (ffpr) 30.10.2017.

Aufgrund „Herwart“ hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Glinde inzwischen ihren 300. Einsatz absolviert – so viel wie noch nie. Am heutigen Montag rückten die ehrenamtlichen Helfer bereits wieder zu vier Sturmeinsätzen aus, um Unwetterschäden zu beseitigen. Damit sind die Glinder Feuerwehrleute dieses Jahr exakt zu 313 Einsätzen alarmiert worden. Im Vergleich zum gesamten Vorjahr ist dies schon jetzt eine erneute Steigerung um 87 Einsätze (das entspricht fast 40 Prozent). Wie auch heute eine Anforderung der Glinder Drehleiter zur nachbarschaftlichen Hilfe nach Grande zeigt, wird die Wehr aufgrund von neuen Alarmierungsreihenfolgen im Kreis Stormarn immer häufiger auch ins benachbarte Umland geschickt. Das sekundäre Einsatzgebiet umfasst den gesamten südlichen Landkreis bis nach Ahrensburg im Norden und Köthel im Osten. Dabei spielen in der Einsatzstatistik der Feuerwehr Glinde immer mehr die dem Klimawandel geschuldeten Unwettereinsätze eine große Rolle. Stürme und Starkregen fordern die Hilfe der Feuerwehrleute mehr und mehr. So hatte „Herwart“ in der Nacht auf den gestrigen Sonntag (29. Oktober) 26 Einsätze der Wehr zur Folge. „Das ist noch vergleichsweise wenig“, resümiert Gemeindewehrführer Michael Weidemann. „Erst der letzte Sturm Anfang Oktober bescherte uns alleine schon rund 80 Ausrücker.“ Damit ist die Wehr durchschnittlich mindestens einmal pro Tag unterwegs. „Diese Einsatzbelastung insgesamt ist für die Führungskräfte und die Mannschaft eine enorme Belastung“, so Weidemann weiter. Das stößt auch bei so manchem Arbeitgeber an die Grenzen. Und damit ist ein Konflikt zwischen dem ehrenamtlichen Engagement und der beruflichen Tätigkeit eines Jeden vorprogrammiert. Neben dem hauptamtlichen Gerätewart hatte der Glinder Gemeindewehrführer jüngst gegenüber der Politik die im schleswig-holsteinischen Koalitionsvertrag genannte Möglichkeit auch für einen bei der Stadt angestellten hauptamtlichen Wehrführer in solchen Orten ins Gespräch gebracht.

Besuch am Tag der offenen Moschee:

 

Glinde (ffpr). Einen Besuch der Islamischen Gemeinde Glinde Camii e.V. statteten am Tag der offenen Moschee (3. Oktober) die Projektleiterin der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V., Christiane Restle aus Kiel, und der Glinder Feuerwehr-Pressesprecher Tom Reher ab. Sie zählten damit zu den wenigen Besuchern, die den Weg in den Tannenweg gefunden hatten. Der Tag der offenen Moschee wird bereits seit 1997 bundesweit von den Gemeinschaften des Koordinationsrates der Muslime traditionell am Tag der deutschen Einheit begangen. Er stand in diesem Jahr angesichts von Rassismus und Extremismus unter dem Motto „Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft“. Gegenseitiger Respek, Hilfsbereitschaft und Solidarität sind für das friedvolle Zusammenleben wichtiger denn je.

Dies trifft für die Islamische Gemeinde Glinde mit ihrer Moschee insbesondere zu. Denn: Sie ist Projektpartner der Glinder Feuerwehr bei einem landesweiten Integrationsprojekt „Mehr WIR in der Wehr“. „WIR“ steht dabei für Willkommenskultur, Integration und Ressourcenvielfalt. Projektträger ist die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband. Gefördert wird es unter anderem vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Erst kürzlich fand dazu ein aktiver Projektworkshop mit vielen Teilnehmern in der Glinder Feuerwache am Oher Weg statt, der eine Reihe von Vorschlägen und Lösungsansätzen hervorbrachte.

Am Tag der offenen Moschee wurden weitere Informationen zum besseren Kennenlernen und gegenseitigen Verstehen ausgetauscht. Am Ende wohnten Christiane Restle und Tom Reher noch dem Nachmittagsgebet des Imam Ferhat Kızıltaş in der Glinder Moschee bei.

 

In angenehmer Atmosphäre beim Treffen am Tag der offenen Moschee mit der Islamischen Gemeinde Glinde Camii: Cihad Tokucin, Salih Erkök, Ferhat Kızıltaş (Imam), Tom Reher (Feuerwehr-Pressesprecher) und Christiane Restle (Projektleiterin der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein) im Gebetsraum (v.l.). Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Der Weingott Bacchus aus Bacharach am Rhein war in Person von Heiner Mades wieder höchstpersönlich zum zweiten Weinfest der Glinder Feuerwehr in die Feuerwache am Oher Weg angereist. An seiner Seite assistiertem ihm die beiden Bachantinnen Gina Praß (re,) und Andrea Köhler (li.). Nicht nur dieses kostümierte Trio machte das Weinfest der Feuerwehr wieder zu einem unterhaltsamen Aushängeschild. Wehrführer Michael Weidemann zeigte sich zufrieden mit der Besucherzahl: Es war erneut eine gelungene Veranstaltung, bei der man viele nette Gespräche führen konnte. Damit etabliert sich die Feuerwehr nun neben dem Osterfeuer bereits mit einem zweiten kulturellen Highlight in der Stadt.Sein Kollege, der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, Markus Heidrich, unterstützte die Kameraden weitreichend. Denn von dem Weingut Karl Heidrich aus der Winzerstadt am Mittelrhein stammen die köstlichen Weine, die an dem Abend bei der Glinder Feuerwehr ausgeschenkt wurden. Weinbautechniker Markus Heidrich und eine Mannschaft der Feuerwehr Bacharach hatten sich dafür kurzerhand in die Feuerwache einquartiert. Der tolle Zuspruch und der große Erfolg des Weinfestes haben schon jetzt zu einer Entscheidung aller geführt: 2018 wird es in jedem Fall eine dritte Auflage dieser beliebten Veranstaltung geben. 

 

 

Integrationsprojekt mit Leuchtturmfunktion

Workshop mit World Cafe zeigt konkrete Chancen

Glinde (ffpr). Die Freiwillige Feuerwehr Glinde und die Islamische Gemeinde Glinde sind ihrem Ziel „Mehr WIR in der Wehr“ einen Schritt näher gekommen. Dazu hat ein lebhafter Workshop beigetragen, der am vergangenen Samstagnachmittag (16. September) in den Räumen der Feuerwache am Oher Weg stattfand. Davon konnte sich auch die stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Ilona Dudek, überzeugen, die hierfür extra aus Kiel angereist war.


„Mehr WIR in der Wehr“ ist das Motto eines landesweiten Feuerwehrprojektes, das als Kooperation des Landesfeuerwehrverbandes mit der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein durchgeführt wird. „WIR“ steht dabei für Willkommenskultur, Integration und Ressourcenvielfalt. Dabei sollen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete begleitet werden, Vertrauen in die Feuerwehrstrukturen zu stärken, um so für Unterstützung in den Freiwilligen Feuerwehren zu sorgen. Andererseits müssen die Wehren attraktiver und zugänglicher werden, damit die Motivation von Migranten für eine Mitgliedschaft steigt. Das Projekt wird vom Bundesinnenministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammendurch Teilhabe“ gefördert.

In Glinde stehen die Tore der Feuerwehr schon längst für Flüchtlinge offen. Jetzt aber fanden sich am Samstag fast 40 interessierte Menschen mit türkischem, syrischem und afghanischem Hintergrund in der Feuerwache ein. Arif Tokicin, Vereinsvorsitzender der Islamischen Gemeinde Glinde hatte noch beim Freitagsgebet für das Treffen geworben und zeigte sich begeistert, dass sogar ganze moslemische Familien kamen. Recht gemütlich ging es bei einer Tee oder Kaffee los. Neben der Projektleiterin Christiane Restle von der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, die den Workshop organisiert hatte, begrüßte Tom Reher, Sprecher der Glinder Feuerwehr, die Teilnehmer und startete mit ihnen zunächst einen Besichtigungsrundgang durch das Gebäude. Hierbei konnten sie schon einmal erste Eindrücke gewinnen und viel über die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute erfahren.

Danach ging es dann an die „heiße“ Arbeitsphase des Workshops. Stadtjugendpflegerin Angelika Thomsen moderierte anhand eines World Cafes, sodass gewährleistet war, dass die Teilnehmer in den Kleingruppen zu jeder Fragestellung wechselten. Dabei wurden unter anderem Kriterien für eine zukünftige Zusammenarbeit erarbeitet. Die Ergebnisse aus den einzelnen Gesprächsrunden sowie nächste Schritte wurden gemeinsam formuliert und auf Flipshart-Tafeln festgehalten. So kam zum Beispiel die Frage auf, wie die Mitwirkung von Frauen mit moslemischem Glauben, die ein Kopftuch tragen, bei der Feuerwehr möglich sei. Eine weitere konkrete Vereinbarung lautete: regelmäßige Treffen bis zu viermal im Jahr aufgrund besonderer Anlässe, um die Kommunikation zu intensivieren, Vorurteile abzubauen und einer De-Motivation entgegen zu wirken.

Eines der ersten Ergebnisse zeigte sich bereits noch am Abend beim gemeinsamen Ausklang am Grill. Neben einem afghanischen Jungen, der nun zur Jugendfeuerwehr möchte, bekundeten auch eine jungen Frau und ein erwachsener Mann ihre Begeisterung für die Teilnahme am aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Darüber hinaus wollen die Muslime und die Feuerwehrleute Verbindungspersonen benennen, die dann weitere Verabredungen vorbereiten. Aufgrund dieser greifbaren Aussichten hat das Projekt „Mehr WIR in der Wehr“ in Glinde gute Chancen für eine funktionierende Integration. Beobachter beurteilen es schon heute als wegweisend, da es für ganz Schleswig-Holstein eine „Leuchtturmfunktion“ hat. Darüber ist die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Glinde, Carina Kinski, erfreut. Sie selbst hatte zusammen mit einer Jugendlichen, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingsarbeit ableistet, begeistert an dem Workshop bei der Feuerwehr teilgenommen.

 

Freuten sich über den gelungenen Abschluss eines gemeinsamen Integrations-Workshops bei der Feuerwehr: Mitglieder der Islamischen Gemeinde Glinde, Feuerwehrleute und Organisatoren. Foto: ffpr


Impressionen vom Workshop

Mit Unterstützung der Kameraden aus der Winzerstadt am Rhein:

2. Weinfest bei der Glinder Feuerwehr

Glinde (ffpr). Das erste Weinfest der Glinder Feuerwehr im vergangenen Jahr ist „eingeschlagen, wie eine Bombe“. Darüber freut sich nicht nur FF-Mitglied Rüdiger Hahn, der damals der Ideengeber war. Aufgrund des erfreulichen Zuspruchs durch die Bevölkerung ist dieses Weinfest auf dem besten Wege, neben dem Osterfeuer zu einer weiteren regelmäßigen kulturellen Veranstaltung der Wehr in der Stadt zu werden. Organisiert wird es durch den Festausschuss der Feuerwehr, dessen Förderverein ebenfalls beteiligt ist. Doch ohne die befreundeten Feuerwehrleute aus Bacharach am Rhein könnte es gar nicht stattfinden.

Zusammen laden die Wehren daher nun für Samstag, 23. September, zum zweiten Weinfest in die Glinder Feuerwache am Oher Weg 8 ein. Hier wird es in der Zeit von 16 bis 22 Uhr bei einem guten Schoppen viel Gelegenheit zum gemütlichen Klönen geben. Die leckeren Weine kommen direkt aus dem Weingut Karl Heidrich der Winzerstadt am Mittelrhein. Weinbautechniker Markus Heidrich, zugleich Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, hat sie im Gepäck. „Spritziger Roséwein, kräftiger Rotwein, rassiger Riesling und harmonische Burgunderweine von trocken bis lieblich“, schwärmt er von seinen Angeboten. Und dazu als rheinische Antwort auf Aperol Spritz: die Spezialität „Burgfräuleinbrause“.

Zu den köstlichen Weinen werden passende Leckereien wie „Spundekäs“ mit Brezel, Käsewürfel mit Knabbergebäck und Schmalzbrot gereicht. Und wer an den Weinen Gefallen findet, kann sie auch gleich noch im Außer-Haus-Verkauf für daheim erwerben. „Wir haben von der Glinder Feuerwehr dazu einzigartige Feuerwehr-Weingläser herstellen lassen, aus denen der edle Tropfen gleich noch viel besser mundet“, verspricht Rüdiger Hahn. Die Bürgerinnen und Bürger aus Glinde und Umgebung sind jedenfalls herzlich eingeladen.

Glinde, 07.09.2017

Ob wie 2016 auch der Weingott persönlich erscheint, wird sich zeigen. In jedem Fall findet aber am 23. September das zweite Weinfest bei der Glinder Feuerwehr am Oher Weg statt. Es freuen sich: (v.l.) Rüdiger Hahn, Markus Heidrich, Sascha Winterfeld, Gina Praß, Heiner Mades, Andrea Köhler. Foto: ffpr

   

Rettungsgasse  

Ein Beitrag des Miniatur Wunderland in Hamburg:

Ein bemerkenswerter Film. Er soll Leben retten. Rettungsgasse? 68% kennen sie nicht richtig. Dadurch sterben Menschen… Fast 1.000 Stunden haben wir daran gebastelt. Schenkt uns dafür 2 Minuten Eurer Zeit und helft uns bitte bei der Verbreitung. Bestenfalls mit emotionalen Worten flankiert. 

Rettungsgasse

 

 

   
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