Brandaktuell  

   

Glinde (ffpr). Auf Einladung der befreundeten Feuerwehr von Ajuda hielt sich der Beauftragte für internationale Beziehungen der Glinder Feuerwehr, Tom Reher, Anfang Juni für vier Tage in der portugiesischen Hauptstadt auf. Anlass für den Besuch war das 135. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr, die 1880 im königlichen Palast des Gemeindebezirks von Lissabon ihren Ursprung hatte und vom König Ludwig I. gegründet worden war. Reher nahm an den offiziellen Jubiläumsveranstaltung wie einem Ummarsch, der Segnung von Feuerwehrfahrzeugen und einer feierlichen Sitzung mit Ehrungen und Auszeichnungen teil, in deren Verlauf er der Präsidentin und dem Wehrführer der Feuerwehr ein Gastpräsent des Glinder Künstlers Herold überreichte.

Die Freundschaft zwischen der Glinder Feuerwehr und der Feuerwehr von Ajuda besteht bereits seit 1991. Zu der Zeit wurde ein ausrangierter Mannschaftsbus der Glinder Wehr für die Feuerwehr Ajuda nach Lissabon überführt. Bis heute sind im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Solidarität der Tat“ zusammen mit den Gemeinden Aumühle und Wohltorf mehr als 20 ausrangierte deutsche Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge in verschiedene Regionen Portugals gekommen, alleine vier Fahrzeuge aus Glinde. Ein Löschgruppenfahrzeug, das aus Anlass des 117. Geburtstages 1997 nach Ajuda überführt worden war, versieht dort heutzutage noch seinen Einsatzdienst.

Die intensive Freundschaft zwischen den Feuerwehren Glinde und Ajuda ist jedoch auch durch regelmäßige gegenseitige Besuche und Erfahrungsaustausche geprägt. So konnte Tom Reher bei seinem jetzigen Besuch viele alte Freunde wieder treffen und interessante Gespräche führen. Zur Erinnerung an im Einsatzdienst verstorbene portugiesische Feuerwehrleute aus Ajuda überbrachte er einen Kranz mit Schleifen. Neben den Kontakten nach Lissabon/Portugal pflegt die Glinder Feuerwehr weitere internationale Freundschaften, so auch nach Carquefou/Frankreich, Kaposvár/Ungarn und Otava/Finnland.

Aus Anlass des 135. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr im Gemeindebezirk von Lissabon überbrachte der Glinder Feuerwehrmann Tom Reher (li.) - hier mit dem stellvertretenden Ehrenwehrführer der Feuerwehr von Ajuda, Humberto Gonçalo Kruss Aflalo do Carmo -  einen Kranz zu Ehren der im Einsatz verstorbenen portugiesischen Feuerwehrleute. Foto: ffpr

 

Während der feierlichen Jubiläumsveranstaltung überreichte Tom Reher ein Gastpräsent des Glinder Künstlers Herold an die Präsidentin Maria Luísa Vicente Mende (li.) und den Wehrführer António Lesia (re.) der Feuerwehr von Ajuda. Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Zu insgesamt 15 Einsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr Glinde im Mai ausrücken. Das Spektrum der Alarmierungen reichte dabei von Bränden über Menschen- und Tierrettungen, Wasserschäden und anderen technischen Hilfeleitungen bis hin zu Sturmeinsätzen. Zum Glück kamen die Retter stets unfall- und verletzungsfrei von ihren Fahrten wieder zurück.

Das gefährlichste Feuer wurde am Frühmorgen des 15. Mai von einer Kindertagesstätte im Schönhorst gemeldet. Dort stand – vermutlich infolge Brandstiftung – ein Müllbehälter am Gebäude in Flammen, sodass auch die Wand und ein Dachvorsprung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wären die Löschmannschaften nicht so schnell vor Ort gewesen, wäre wohl ein weitaus höherer Schaden entstanden. Auch im Treppenhaus des Hochhauses in der Sönke-Nissen-Allee brannte am 28. Mai Unrat. Ein weiteres Kleinfeuer nahe der Bundesautobahn gab im Oststeinbeker Weg Anlass zu einer Alarmierung. Die automatische Brandmeldeanlage eines Industriebetriebes im Glinder Weg hatte am 11. Mai aufgrund einer Rauchentwicklung in einem Härteofen Alarm geschlagen. Und schließlich löste Ende des Monats angebranntes Essen den Rauchmelder in einer Wohnung im Havighorster Weg aus.

Ebenfalls am 31. Mai kam es in einer Wohnung im 1. Obergeschoss im Central-Park zu einem Wasserschaden durch ein defektes Ventil. Ein weitaus größerer Wasserschaden allerdings entstand in einem Industriebetrieb in der Wilhelm-Bergner-Straße, nachdem dort am 20. Mai ein Gabelstapler einen Sprinklerkopf in einer Lagerhalle beschädigt hatte. Hier war neben der Glinder auch die Reinbeker Feuerwehr mit mehreren Wassersaugern im Einsatz.

Gleich dreimal mussten zur Menschenrettung Wohnungstüren geöffnet werden: in der Mittelstraße und in der Dorfstraße. Dabei unterstützten die Feuerwehrleute den Rettungsdienst auch bei der Tragehilfe. Im Havighorster Weg dagegen galt es, am 15. Mai eine Ente zu retten und sie ins Tierheim nach Hamburg zu transportieren.

Darüber hinaus war auf der Bundesautobahn nach Berlin eine Ölspur nach einem Motorschaden eines Fahrzeuges abzustreuen. Sturmböen hatten am 17. Mai einen großen Ast eines Baumes auf einen PKW im Kupfermühlenweg stürzen lassen. Hierbei kam zum Glück kein Menschenleben zu Schaden. Ein weiterer Ast wurde vorsorglich abgesägt. Und zur Nachbarschaftshilfe bei einem Gasaustritt führte der Weg am 19. Mai die Glinder Wehr nach Oststeinbek.

Anliegende Pressefotos zeigen den Brandeinsatz an der Kita im Schönhorst und den Sturmeinsatz im Kupfermühlenweg. Fotos: Leimig

Glinde (ffpr). Auf Einladung der befreundeten Feuerwehr aus Kaposvár hielt sich der Beauftragte für internationale Beziehungen der Glinder Feuerwehr, Tom Reher, fünf Tage in der ungarischen Stadt auf. Anlass für den Besuch war der Gedenktag des Heiligen Sankt Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute, der alljährlich am 4. Mai begangen wird. Darüber hinaus blickt die Berufsfeuerwehr Kaposvár in diesem Jahr auf ein 140-jähriges Bestehen zurück. Tom Reher nahm daher an den offiziellen Veranstaltungen teil. Er legte an der Florianstatue einen Kranz nieder und beteiligte sich an der heiligen Messe in der Nagyboldogasszony Kathedrale. Bei der festlichen Generalversammlung im Regenbogen-Kulturpalast hielt er vor mehr als 300 Gästen eine Ansprache, in der er auf die weltweite Motivation von Feuerwehrleuten hinwies, und überreichte Präsente des Glinder Künstlers Herold an den Wehrführer der Berufsfeuerwehr Kaposvár, Zsoltán Róth, sowie den Präsidenten des Vereins Kaposvárer Freiwilliger Feuerwehrleute und Lebensretter, László Bodó. 

Bereits seit Mai 1985, als der Ehrenwehrführer Peter Kind während einer Reise des Turn- und Sportvereins die Gelegenheit nutzte, noch vor der Wende die Feuerwache in Kaposvár zu besichtigen, pflegt die Glinder Feuerwehr eine Freundschaft zur ungarischen Berufsfeuerwehr. Bei einem weiteren Besuch einer Glinder Feuerwehrdelegation im Jahr 2000 lernte man schließlich auch die Kameraden des Vereins Kaposvárer Freiwilliger Feuerwehrleute und Lebensretter (KÖTÉL) kennen, zu denen seitdem ebenfalls ein enger Kontakt mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen besteht. So traf Tom Reher bei einem Empfang bei der Berufsfeuerwehr eine Vielzahl alter Bekannte wieder, darunter auch den ehemaligen Leiter der Berufsfeuerwehr Zsolt Rajnai.

Neben den Kontakten nach Kaposvár/Ungarn pflegt die Glinder Feuerwehr weitere internationale Freundschaften, so auch nach Carquefou/Frankreich, Lissabon/Portugal und Otava/Finnland. Aufgrund der Städtepartnerschaft zwischen Glinde und Kaposvár werden bereits Ende Mai Bürgervorsteher Rolf Budde und Bürgermeister Rainhard Zug an der Spitze einer offiziellen Delegation zur Ratifizierung des Freundschaftsvertrages nach Kaposvár reisen und dort erneut zusammen mit dem Bürgermeister Károly Szita der Berufsfeuerwehr-Wache einen Besuch abstatten. Für Tom Reher als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Glinde hatten die ungarischen Feuerwehrleute im Rahmen seines jetzigen Aufenthaltes auch ein umfangreiches kulturelles Programm in der Stadt Kaposvár, mit Ausflügen im Komitat Somogy bis zum Balaton sowie rund um Budapest ausgearbeitet.

Aus den Händen des Generaldirektors des Katastrophenschutzmanagements im Komitat Somogy, Antal Wéber, und des Präsidenten des Feuerwehrverbandes, György Heizler (re.), erhält Tom Reher (li.) im Regenbogen-Kulturpalast ein Gastgeschenk. Foto: ffpr

Zusammen mit dem Feuerwehrmann Attila Kutasi (li.) des Vereins KÖTÉL legt Tom Reher am Gedenktag des Feuerwehr-Schutzpatrons an der Florian-Statue in Kaposvár einen Kranz nieder. Foto: ffpr

Nach wochenlanger Ausbildung in Theorie und Praxis absolvierte der mit neuen Feuerwehrleuten aus Glinde, Oststeinbek, Barsbüttel und Schönningstedt zusammen gesetzte Grundlehrgang am vergangenen Samstag am Glinder Schulzentrum seine Abschlussübung. Unter Beobachtung der Ausbilder und Wehrführer der beteiligten Wehren sowie Bürgermeistern und Bürgervorstehern zeigten die rund 22 Einsatzkräfte - Männer wie Frauen - einen kompletten Löschangriff, bei dem auch unter Atemschutz eine vermisste Person aus einem brennenden Schulkiosk gerettet werden musste. Schon in einer vorangegangenen schriftlichen Lernerfolgskontrolle hatten alle Teilnehmer bestanden. Von der Glinder Feuerwehr waren dabei: Joshua Misselwitz,Lara Hellmich,Franziska Schümann, Konrad Schultz, Marcel Herbst und Dominik Reimers

Glinde (ffpr). War heiße Asche in einem Mülleimer die Brandursache für ein Feuer am 11. April im Glinder Central-Park? Gegen 10 Uhr vormittags wurde jedenfalls ein erweiterter Löschzug der Glinder Feuerwehr zu dem Mehrfamilienhaus in der Möllner Landstraße beordert. Nachbarn hatten den Rauchmelder in der Wohnung im 2. Obergeschoss piepen hören. Inzwischen drang auch schwarzer Qualm aus dem Fenster der Abstellkammer. Die Bewohnerin hielt sich nicht in der Wohnung auf. Sie war zu Besuch bei einer Nachbarin im 6. Stock. Feuerwehrleute unter Atemschutz drangen in die Wohnung ein und löschten mit Wasser aus einem Rohr – umsichtig, damit nicht allzu viel Löschwasser, das am Ende sogar mit Wassersaugern aus Flur und Küche aufgenommen wurde, Schaden anrichtete. Der Brand beschränkte sich auf die Kammer mit Gerätschaften. Dennoch: Rauch und Ruß hinterließen Spuren. Die Löschmannschaften waren schnell vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Bewohner des Treppenaufgangs schon ins Freie geflüchtet. Notarzt und Rettungsdienst hielten sich in Bereitstellung. Doch verletzt wurde niemand. Als nach einer knappen Stunde die Lösch- und Aufräumarbeiten beendet waren, übernahmen Brandermittler der Polizei die Einsatzstelle. Vor der Haustür türmte sich der Brandschutt. Dank der Druckbelüftung konnten die Bewohner des Aufgangs wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Fast 30 Feuerwehrleute befanden sich im Einsatz.

Am 20. und 21. April riefen automatische Brandmeldeanlagen von Firmen im Biedenkamp die Feuerwehr abermals auf den Plan. Hier handelte es sich jedoch zum Glück um Fehlalarme, wenngleich in einem Fall Flexarbeiten die Feuermelder auslösten.

Anliegende Pressefotos zeigen den Brandeinsatz im Central-Park. Fotos: Leimig

   
© Freiwillige Feuerwehr Glinde