Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an unseren Pressesprecher:

             Handy +49 171 415 98 16         
Tom Reher Telefon  +49 40 710 911 - 0
Pressesprecher Telefax +49 40 710 911 - 11  
der Freiwilligen Feuerwehr Glinde  Email presse@ff-glinde.de
  Internet     www.ff-glinde.de
                      
  Oher Weg 8, 21509 Glinde
   

Glinde/Großhansdorf (ffpr). Mit der zweihöchsten Feuerwehr-Auszeichnung in Schleswig-Holstein wurde kürzlich der Glinder Hans-Joachim Pell geehrt. Der heutige Hauptbrandmeister trat schon Anfang 1978 als Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Glinde bei und hat in der Einsatzabteilung bislang eine Reihe von Führungsaufgaben übernommen. So war er über mehrere Amtsperioden stellvertretender Jugendfeuerwehrwart und engagiert sich in der Brandschutzaufklärung. In seinem Hauptberuf leitet der 50-Jährige die Werkfeuerwehr Federal Mogul Bremsbelag GmbH in Glinde. Die Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber nahmen der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Michael Raddatz, und Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann während der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Stormarn in Großhansdorf gemeinsam vor. Zu den ersten Gratulanten zählten neben Glindes Gemeindewehrführer Michael Weidemann und Pells Stellvertreter Nils Hilger aus Schwarzenbek auch Landrat Klaus Plöger und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth.

 

Glückwünsche für Hans-Joachim Pell (re.) für dessen Auszeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber von Kreispräsident Hans-Werner Hartmuth und Kreisbrandmeister Gerd Riemann (v.l.). Foto: ffpr

Glinde (ffpr). Richtungsweisend war insbesondere der Tagesordnungspunkt 5 der Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, die Ende Januar 2016 im Sitzungssaal des Feuerwehr-Gerätehauses am Oher abgehalten wurde. Denn: Hier waren die Mitglieder aufgefordert, einen Gemeindewehrführer zu wählen. Als einziger lag dem Wahlvorstand der schriftliche Vorschlag zur Wiederwahl von Michael Weidemann vor, dem bisherigen Gemeindewehrführer. Und so war es keine Überraschung, dass dieser schließlich mit über 98 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt wurde.

Der 46-jährige Erste Hauptbrandmeister ist bereits seit zwölf Jahren „Chef“ der Glinder Feuerwehr. Davor war er auch schon Stellvertreter. Jetzt geht er nahtlos in die dritte - nochmals sechsjährige - Amtsperiode über. Das Wahlergebnis spiegelt die Beliebtheit unter den Feuerwehrleuten wieder. Michael Weidemann führt seine Wehr mit klugem Kopf und menschlichem Geschick. Daher kommt es nicht von Ungefähr, dass die Akzeptanz der Feuerwehr in der Stadt und unter der Bevölkerung als vorbildlich bezeichnet wird, wie Bürgermeister Rainhard Zug in seinem Grußwort zur Versammlung erwähnte.

Darüber hinaus gebührt dem Gemeindewehrführer Dank, da er persönlich es geschafft hat, den guten Kontakt zwischen der Feuerwehr auf der einen Seite und der Verwaltung sowie der Politik andererseits zu pflegen. Nicht selten war Kompromissbereitschaft gefordert, wenn es darum ging, Verständnis und finanzielle Unterstützung für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses oder bei der Beschaffung von Einsatzfahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen zu erwirken. Feuerwehr-Bedarfspläne und die stetige Anpassung des Fahrzeugkonzepts bieten eine langfristige Möglichkeit unter anderem zur Finanzplanung.

Die Glinder Feuerwehr mit ihren elf Einsatzfahrzeugen und diversen Anhängern sowie den 134 Mitgliedern in der Jugend-, Einsatz-, Reserve- und Ehrenabteilung ist eine moderne städtische Feuerwehr. Sie ist in puncto Ausbildung und Technik auf einem aktuellen Stand. Die Führungsverantwortung einer solchen Wehr gleicht schon fast der Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Und trotz enormer Belastung des freiwilligen Ehrenamts war die Glinder Wehr im vergangenen Jahr jederzeit einsatzbereit. Jetzt kann sie mit ihrem Gemeindewehrführer weitere innovative Projekte in Angriff nehmen.

Michael Weidemann – im Hauptjob Betriebsassistent bei MAN in Hamburg – macht dabei häufig einen Spagat zwischen Beruf, Hobby und Familie. Er ist Einsatzleiter und Führungskraft, hier wie dort mit hoher Verantwortung und einer Familie, die Verständnis hat und ihm „den Rücken freihält“. Gleichwohl entstammt er einer Feuerwehr-Familie über viele Generationen. Doch selbst die Zwillingstöchter des Familienvaters treten in seine Fußstapfen und sind bei der Jugendfeuerwehr aktiv dabei.

„Dies alles kann man nur bewerkstelligen, wenn man eine funktionierende Mannschaft, einen harmonischen Vorstand und einen fähigen Stellvertreter an seiner Seite hat“, resümiert Weidemann und blickt voller Erwartungen in die Zukunft seiner Wehr. Und in weitere sechs Jahre in der Funktion des Gemeindewehrführers.

 

Glückwünsche von beiden Seiten mit Symbolwert für den wieder gewählten Glinder Gemeindewehrführer: Michael Weidemann mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Christian Rieken (li.) und Bürgermeister Rainhard Zug nach der Jahreshauptversammlung im Feuerwehr-Gerätehaus. Foto: ffpr

Am 9. März findet die Blutspende erstmals in den Schulungsräumen der Freiwilligen Feuerwehr im Oher Weg statt.
Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Glinde freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Seit mehr als 30 Jahren finden im Marcellin-Verbe-Haus fünf Mal jährlich DRK-Blutspendetermine statt. Mit dem Beginn dieses Jahres intensiviert das DRK seine Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, in Übereinstimmung mit der Stadt findet am 9. März der erste DRK-Blutspendetermin des Jahres ab 15.30 Uhr in den Schulungsräumen der Freiwilligen Feuerwehr am Oher Weg 8 statt. 

Claus-Peter Harder, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Glinde, freut sich darüber, dass die Entscheidung für die neuen Räumlichkeiten der DRK-Blutspende sehr schnell gefallen ist, denn auch die Verantwortlichen des DRK-Blutspendedienstes und der Freiwilligen Feuerwehr Glinde unterstützen den Terminortwechsel und konnten diesem schnell zustimmen. „Die Räume bei der Freiwilligen Feuerwehr sind ideal. Die ärztliche Untersuchung kann in einem geschlossenen Raum stattfinden, es gibt eine große Küche und auch die Sitzmöglichkeiten im Imbissbereich für die Verpflegung nach der Blutspende sind sehr gut“, so Harder. Vorteile bringt es außerdem mit sich, dass die Räume ebenerdig sind und auch eine begrenzte Anzahl an freien Parkplätzen steht für die Blutspender zur Verfügung. 

Auch Michael Weidemann, Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, hebt die positiven Aspekte der nun getroffenen Entscheidung deutlich hervor: “Die Feuerwehr Glinde unterstützt selbstverständlich die Möglichkeiten zur Blutspende und stellt dafür ihre Räumlichkeiten gerne zur Verfügung. Diese Kooperation dokumentiert auch die enge Zusammenarbeit zwischen DRK und Feuerwehr als Rettungsorganisationen”, so Weidemann. 

Alle DRK-Blutspendetermine in Glinde in diesem Jahr (9. März, 1. Juni, 3. August, 12. Oktober und 21. Dezember) werden in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr stattfinden. Die Weichen für eine darüber hinausgehende, langfristige Zusammenarbeit sind gestellt! 

Ortswechsel für die DRK-Blutspende in Glinde
Erster Blutspendetermin in den neuen Räumlichkeiten
9. März 2016, 15.30-19.30 Uhr
Freiwillige Feuerwehr Glinde
Oher Weg 8, 21509 Glinde  

 

Mitglieder des DRK-Ortsvereins Glinde (Imbiss-Team) mit ihrem Vorsitzenden Claus- Peter Harder (Mitte links) und Tom Reher, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Glinde (Mitte rechts), sowie Till Quint vom DRK-Blutspendedienst (ganz links) 

vlnr Claus-Peter Harder (Vorsitzender DRK-Ortsverein Glinde), Tom Reher (Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Glinde), sowie das Imbiss-Team des DRK-Ortsvereins Glinde und Till Quint vom DRK-Blutspendedienst 

Glinde (fpr). Im Rahmen seines Deutschlandbesuchs schaute der Regional-Marketing-Manager Nordamerika für Feuerschutz und Bergbau aus Texas/USA, Charles Pflueger, kürzlich bei der Glinder Feuerwehr vorbei. Er besichtigte mit großem Interesse die neue Feuerwehrwache mit dem modernen Fuhrpark und informierte sich ausgiebig über die Ausstattungen, insbesondere die Gerätschaften der Dräger-Werke. Zur Delegation gehörten auch Helge Trabert, stellvertretenden Amtswehrführer aus Nordstormarn sowie Produkt-Manager Kreislaufatemschutzgeräte) und Gunnar Brors (Marketing-Manager für Feuerschutz) aus Lübeck. Nach einer Begrüßung der Gäste durch Gemeindewehrführer Michael Weidemann übernahm der hauptamtliche Gerätewart der Wehr, Sascha Winterfeld, zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Marin, die Führung. Charles Pflueger erzählte zur Verabschiedung von seinen aus Deutschland stammenden Vorfahren und nahm Präsente der Glinder Feuerwehr als Souvenirs mit in sein Gepäck für die Rückreise. Zuvor hatten die Gäste auch schon die Kreisfeuerwehrzentrale in Nütschau besucht.

 

 

Wolfgang Marin als Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Glinde zusammen mit den Gästen von Dräger: Charles Pflueger aus den USA sowie Helge Trabert und Gunnar Brors aus Lübeck (v.l.). Foto: fpr

Integrationsprojekt mit Leuchtturmfunktion

Workshop mit World Cafe zeigt konkrete Chancen

Glinde (ffpr). Die Freiwillige Feuerwehr Glinde und die Islamische Gemeinde Glinde sind ihrem Ziel „Mehr WIR in der Wehr“ einen Schritt näher gekommen. Dazu hat ein lebhafter Workshop beigetragen, der am vergangenen Samstagnachmittag (16. September) in den Räumen der Feuerwache am Oher Weg stattfand. Davon konnte sich auch die stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Ilona Dudek, überzeugen, die hierfür extra aus Kiel angereist war.


„Mehr WIR in der Wehr“ ist das Motto eines landesweiten Feuerwehrprojektes, das als Kooperation des Landesfeuerwehrverbandes mit der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein durchgeführt wird. „WIR“ steht dabei für Willkommenskultur, Integration und Ressourcenvielfalt. Dabei sollen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete begleitet werden, Vertrauen in die Feuerwehrstrukturen zu stärken, um so für Unterstützung in den Freiwilligen Feuerwehren zu sorgen. Andererseits müssen die Wehren attraktiver und zugänglicher werden, damit die Motivation von Migranten für eine Mitgliedschaft steigt. Das Projekt wird vom Bundesinnenministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammendurch Teilhabe“ gefördert.

In Glinde stehen die Tore der Feuerwehr schon längst für Flüchtlinge offen. Jetzt aber fanden sich am Samstag fast 40 interessierte Menschen mit türkischem, syrischem und afghanischem Hintergrund in der Feuerwache ein. Arif Tokicin, Vereinsvorsitzender der Islamischen Gemeinde Glinde hatte noch beim Freitagsgebet für das Treffen geworben und zeigte sich begeistert, dass sogar ganze moslemische Familien kamen. Recht gemütlich ging es bei einer Tee oder Kaffee los. Neben der Projektleiterin Christiane Restle von der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, die den Workshop organisiert hatte, begrüßte Tom Reher, Sprecher der Glinder Feuerwehr, die Teilnehmer und startete mit ihnen zunächst einen Besichtigungsrundgang durch das Gebäude. Hierbei konnten sie schon einmal erste Eindrücke gewinnen und viel über die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute erfahren.

Danach ging es dann an die „heiße“ Arbeitsphase des Workshops. Stadtjugendpflegerin Angelika Thomsen moderierte anhand eines World Cafes, sodass gewährleistet war, dass die Teilnehmer in den Kleingruppen zu jeder Fragestellung wechselten. Dabei wurden unter anderem Kriterien für eine zukünftige Zusammenarbeit erarbeitet. Die Ergebnisse aus den einzelnen Gesprächsrunden sowie nächste Schritte wurden gemeinsam formuliert und auf Flipshart-Tafeln festgehalten. So kam zum Beispiel die Frage auf, wie die Mitwirkung von Frauen mit moslemischem Glauben, die ein Kopftuch tragen, bei der Feuerwehr möglich sei. Eine weitere konkrete Vereinbarung lautete: regelmäßige Treffen bis zu viermal im Jahr aufgrund besonderer Anlässe, um die Kommunikation zu intensivieren, Vorurteile abzubauen und einer De-Motivation entgegen zu wirken.

Eines der ersten Ergebnisse zeigte sich bereits noch am Abend beim gemeinsamen Ausklang am Grill. Neben einem afghanischen Jungen, der nun zur Jugendfeuerwehr möchte, bekundeten auch eine jungen Frau und ein erwachsener Mann ihre Begeisterung für die Teilnahme am aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Darüber hinaus wollen die Muslime und die Feuerwehrleute Verbindungspersonen benennen, die dann weitere Verabredungen vorbereiten. Aufgrund dieser greifbaren Aussichten hat das Projekt „Mehr WIR in der Wehr“ in Glinde gute Chancen für eine funktionierende Integration. Beobachter beurteilen es schon heute als wegweisend, da es für ganz Schleswig-Holstein eine „Leuchtturmfunktion“ hat. Darüber ist die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Glinde, Carina Kinski, erfreut. Sie selbst hatte zusammen mit einer Jugendlichen, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingsarbeit ableistet, begeistert an dem Workshop bei der Feuerwehr teilgenommen.

 

Freuten sich über den gelungenen Abschluss eines gemeinsamen Integrations-Workshops bei der Feuerwehr: Mitglieder der Islamischen Gemeinde Glinde, Feuerwehrleute und Organisatoren. Foto: ffpr


Impressionen vom Workshop

   

Jahresbericht FF-Glinde 2017  

   
© Freiwillige Feuerwehr Glinde