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Feuerwehren trainieren patientengerechte Rettung

 

Glinde (fpr). Einen ganzen Tag lang drehte sich auf dem Gelände der Glinder Feuerwache alles um patientengerechte Rettung. Dazu hatten sich hier vergangenen Samstag (08.09.2018) 35 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Glinde, Oststeinbek und Trittau zusammen mit zwei Helfern der ASG Ambulanz Stormarn gGmbH - Krankenbeförderung und Rettungsdienst eingefunden. An drei unterschiedlichen Stationen galt es, bei Szenarien unter realistischen Bedingungen fiktive Unfallverletzte aus verunglückten Fahrzeugen zu befreien: PKW unter Sattelauflieger, in Dachlage und mit Seitenaufprallschutz. Bei der patientengerechten Rettung geht es dabei um eine entsprechend den Verletzungsmustern schonende Befreiung der Insassen. Neben der technischen Ausstattung spielt deshalb in realen Lagen die eingespielte Kooperation zwischen Feuerwehrleuten, Notärzten und dem Rettungsdienstpersonal eine wesentliche Rolle. Dennoch muss jeder Handgriff sitzen, und auch Kenntnisse über Baureihen der verschiedensten Fahrzeugmodelle müssen vorhanden sein. Nur so lassen sich die hydraulischen Rettungsgeräte wie Scheren, Spreizer und Stempel sinnvoll einsetzen. Das Training ist Bestandteil von speziellen Übungsdiensten der Glinder Feuerwehr, die solch‘ unterschiedliche Thementage für die Angehörigen ihrer Einsatzabteilung anbietet. Die Übung am Samstag wurde durch Ausbilder der Wehr angeleitet, die ihr aktuelles Wissen im Oktober letzten Jahr bei den so genannten „Weber Rescue Days“ in Schwarzenbek erwarben und nun als Multiplikatoren weiter vermitteln konnten. Um die Verpflegung der Mannschaft kümmerte sich eine vierköpfige Küchencrew der Feuerwehr Glinde. Der Lehrgangstag wurde darüber hinaus durch die Unterstützung der Firmen Spedition Jan Bode, Struck - Hamburg Pannen- und Bergungsdienst e.K., KG KOOPS REB GmbH & Co. und Henry Schmidt GmbH als Sponsoren sowie der Stadt Glinde ermöglicht.

 

 

Diese 35 Feuerwehrleute der Wehren Glinde, Oststeinbek und Trittau trainierten gestern zusammen mit zwei Helfern der ASG Ambulanz Stormarn die patientengerechte Rettung aus verunglückten PKW’s unter realistischen Bedingungen. Foto: fpr

Glinde (fpr). Freude bei der Glinder Feuerwehr, aber auch auf Seite des Spenders. Denn was einem Gespräch „über den Gartenzaun“ entsprang und aus einem Sommerfest resultierte, konnte jüngst vollendet werden. Viktor Klung, selbständiger Kfz-Meister Nachfolger einer Glinder Reparatur- und Servicewerkstatt, staunte beeindruckt, was ihm Feuerwehr-Zugführer Sascha Grimlitza vom Einsatzspektrum und der Ausstattung seiner Wehr berichtete. Zwar ist die Freiwillige Feuerwehr der Stadt technisch schon auf einem hohen Stand, aber dennoch gibt es die eine oder andere sinnvolle Anschaffung, die die Feuerwehrleute zukunftsweisend im Visier haben.

Das konnte der Firmeninhaber, in dessen Betrieb ebenfalls topmoderne Techniken eine entscheidende Rolle spielen, nur allzu gut nachvollziehen. „Gewinnmaximierung ist das eine, soziales Engagement aber gehört für mich genauso mit dazu“, sagt der 34-Jähre mit einem Lächeln im Gesicht. Und da er das in seiner knapp bemessenen Freizeit nicht selber aktiv betreiben kann, hat er schon viele Bereiche, bislang vor allem in der sportlichen Sparte Fußball, finanziell gefördert. „Da war in diesem Jahr einfach mal die Feuerwehr fällig, die immerhin an 365 Tagen im Jahr bereitsteht, um bei Notfällen Hilfe zu leisten.“

Gesagt, getan; und so legten er und seine Belegschaft sich bei ihrem traditionellen Sommerfest auf dem Betriebsgelände in der Berliner Straße in diesem Jahr ganz besonders „ins Zeug“, um Spendenerlöse und Sammlungen unter den Besuchern zu erzielen. Das Unternehmen rundete am Ende noch einmal großzügig auf oben auf, sodass schließlich ein Betrag von sage und schreibe 5.200 Euro zur Verfügung standen. Viktor Klung und Sascha Grimlitza hatten auch schon einen Verwendungszweck vor Augen.

So floss ein Teilbetrag von 4.000 Euro für Mitgliederwerbung und Kameradschaftspflege in die Mannschaftskasse der Wehr. Und 1.200 Euro gab es als Sachspende für ein elektronisches Führungsunterstützungssystem von Eurocommand. „Das ist ein Computerprogramm, welches insbesondere der Einsatzleitung von Großschadenslagen die Arbeit enorm erleichtert“, erläutert der ehrenamtliche Feuerwehr-Zugführer. „Es können um Beispiel Einsatzabschnitte dargestellt, Lagen visualisiert sowie eine Übersicht der Einheitsstärken erstellt werden.“ Beim Einsatzabschluss gibt es auch noch ohne viel handschriftliche Notizen als Nachweis ein komplettes Einsatzprotokoll.

Zur Spendenübergabe konnte Sascha Grimlitza dem Spender bereits auf dem Laptop zeigen, wie es funktioniert. Nachdem die Software bei der Feuerwehr in der Funkzentrale installiert wurde, wird nun erst einmal der Umgang mit dem Basismodul geschult und trainiert. Später sollen Erweiterungen auch auf einen neuen Einsatzleitwagen aufgespielt werden. Damit liegt die Glinder Wehr einmal mehr auf der „Höhe der Zeit“, denn darüber hinaus ist die Vernetzung unter anderem mit anderen Einheiten, unter anderem der Technischen Einsatzleitung des Landkreises, zeitsparend und zielführend möglich.

 

Einen Scheck über 4.000 Euro überreichte Kfz-Meister Viktor Klung (li.) an den Glinder Feuerwehr-Zugführer Sascha Grimlitza als Spende für die Kameradschaftskasse. Dazu gab es auch noch eine Sachspende für ein elektronisches Führungsunterstützungssystem im Wert von 1.200 Euro. Foto: fpr

Glinde (ffpr). Die bisherigen Weinfeste der Glinder Feuerwehr waren ein voller Erfolg. Darüber freut sich nicht nur FF-Mitglied Rüdiger Hahn, der 2016 einer der Ideengeber war. Aufgrund des erfreulichen Zuspruchs durch die Bevölkerung ist dieses Weinfest auf dem besten Wege, neben dem Osterfeuer zu einer weiteren regelmäßigen kulturellen Veranstaltung der Wehr in der Stadt zu werden. Organisiert wird es durch den Festausschuss der Feuerwehr, dessen Förderverein ebenfalls beteiligt ist. Doch ohne die befreundeten Feuerwehrleute aus Bacharach am Rhein könnte es gar nicht stattfinden.

Zusammen laden die Wehren daher nun für Samstag, 22. September, zum dritten Weinfest in die Glinder Feuerwache am Oher Weg 8 ein. Hier wird es in der Zeit von 16 bis 22 Uhr bei einem guten Schoppen viel Gelegenheit zum gemütlichen Klönen geben. Die leckeren Weine kommen direkt aus dem Weingut Karl Heidrich der Winzerstadt am Mittelrhein. Weinbautechniker Markus Heidrich, zugleich Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, hat sie im Gepäck. „Spritziger Roséwein, kräftiger Rotwein, rassiger Riesling und harmonische Burgunderweine von trocken bis lieblich“, schwärmt er von seinen Angeboten. Und dazu als rheinische Antwort auf Aperol Spritz: die Spezialität „Burgfräuleinbrause“.

Zu den köstlichen Weinen werden passende Leckereien wie „Spundekäs“ mit Brezel, Käsewürfel mit Knabbergebäck und Schmalzbrot gereicht. Und wer an den Weinen Gefallen findet, kann sie auch gleich noch im Außer-Haus-Verkauf für daheim erwerben. „Wir haben von der Glinder Feuerwehr auch besondere Weingläser, aus denen der edle Tropfen gleich noch viel besser mundet“, verspricht Rüdiger Hahn. Und für die musikalische Begleitung wird auch gesorgt. Die Bürgerinnen und Bürger aus Glinde und Umgebung sind jedenfalls herzlich eingeladen.

 

Ob auch der Weingott wieder persönlich erscheint, wird sich zeigen. In jedem Fall findet aber am 22. September das dritte Weinfest bei der Glinder Feuerwehr am Oher Weg statt. Es freuen sich: (v.l.) Rüdiger Hahn, Markus Heidrich, Sascha Winterfeld, Gina Praß, Heiner Mades, Andrea Köhler. Foto: ffpr

„Hoher“ Besuch beim vergangenen Übungsdienst der Glinder Feuerwehr. Landesbrandmeister Frank Homrich aus Wedel begrüßte die angetretenen Kameraden, ließ sich bei einem Rundgang die moderne Feuerwache zeigen und setzte sich anschließend mit den beiden Wehrführern und den beiden Zugführern zu einem offenen Gespräch über „brandaktuelle“ Feuerwehr-Themen zusammen. Der erst Anfang 2018 zum Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein Gewählte zeigte sich überaus zufrieden und sichtlich angetan von den Eindrücken die er rundum in der Glinder Wache sammeln konnte. „Ich bin bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen und werde die Anregungen und Unterstützungsangebote bei meiner zukünftigen Arbeit in Kiel mit einfließen lassen“, versprach der 60-Jährige nach rund vierstündigem Aufenthalt bei seiner Verabschiedung.

 

Zugführer Boris Kraus und Sascha Grimlitza sowie der stellvertretende Wehrführer André Rheinsberg (v.l.) und Wehrführer Michael Weidemann (re.) empfingen den Landesbrandmeister Frank Homrich zu seinem „Antrittsbesuch“ in der Glinder Feuerwache. Foto: fpr

Glinde (fpr). Mit einer gelungenen Feierstunde konnte die Jugendfeuerwehr Glinde (Lkrs. Stormarn/SH) jetzt auf ein rundes Jubiläum zurückblicken. Anfang 1978 wurde sie mit damals ausschließlich 25 Jungen gegründet. Noch heute sind immerhin stolze zehn von ihnen aktive Mitglieder in der Glinder Wehr. Die aktuell 33 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr um Jugendgruppenleiter Tom Seiffert zählt 24 Jungen und neun Mädchen im Alter von zwölf bis 18 Jahren, auch mit Migrationshintergrund. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens gab es bislang nur sieben Jugendfeuerwehrwarte. Als erster in der Riege ist der leider schon verstorbene Karl-Heinz Köhler (1978 bis 1982) zu nennen. Ihm folgten: Dieter Schütt (1982 bis 1984), Rudolf Engling (1984 bis 1987), Tom Reher (1987 bis 2001), Patrick Awe (2001 bis 2013), Dominic Rzadki (2013 bis 2015) sowie der heutige Jugendfeuerwehrwart Dieter Rohde (seit 2015). Sie alle sind ebenfalls Mitglieder der Einsatz-, Reserve- oder Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Glinde. Dabei hat es Tom Reher in seiner Amtszeit von 1997 bis 2002 sogar zum stellvertretenden Landes-Jugendfeuerwehrwart von Schleswig-Holstein gebracht. In der insgesamt 95 Mitglieder (davon 15 Frauen) umfassenden aktiven Wehr kommen mithin 65 Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr; das sind seitdem mehr als 68 Prozent. Allein im 19 Mann starken Wehrvorstand blicken 18 Mitglieder auf eine Jugendfeuerwehrzeit zurück; das sind sogar knapp 95 Prozent. Jedes Jahr werden drei bis fünf Mitglieder von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass die aktive Wehr ein Durchschnittsalter von jungen 38 Jahren hat. Dank vielfältiger Aktivitäten kann sich die Glinder Jugendfeuerwehr nicht über Nachwuchsmangel beklagen. Es wollen so viele Jugendliche der Stadt eintreten, dass über die maximale Mitgliederstärke von 40 hinaus ein Aufnahmestopp verhängt und eine Warteliste eingeführt werden musste. Das Team um Jugendfeuerwehrwart Dieter Rohde und seine Stellvertreter besteht aus einer stattlichen Anzahl weiterer Betreuer und Helfer. Doch über Hilfe und Unterstützung aus der aktiven Wehr brauchen sich die Nachwuchsfeuerwehrleute von morgen ohnehin keine Sorgen zu machen. Die Wehrführung gewährt ihnen den gesamten Fuhrpark samt aller Gerätschaften für Dienst- und Ausbildungszwecke. Und der Förderverein der Feuerwehr Glinde e.V. gibt finanzielle Fördermittel dazu. Das kommt vor allem auch den internationalen Begegnungen nach Finnland, Frankreich, Ungarn und Portugal zugute. Herzlichen Glückwunsch!

Sechs der Glinder Jugendfeuerwehrwarte seit Gründung der JF Glinde: Dominic Rzadki, Patrick Awe, Rudolf Engling, Dieter Schütt, Dieter Rohde und Tom Reher (v.l.). Foto: fpr

   

Jahresbericht FF-Glinde 2017  

   
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